Der Fachbereich Physik bietet die Möglichkeit, ein eigenes
naturwissenschaftliches Forschungsprojekt durchzuführen und dabei Fähigkeiten zu
erwerben, die weit über den Unterricht hinausgehen. Das Thema wählen die
Jungforscherinnen und Jungforscher selbst.
Wie gearbeitet wird
Nach der Erarbeitung der Grundlagen führen die Schülerinnen und Schüler ihre
Experimente selbst oder im Team durch, eigenständig und eigenverantwortlich.
Beraten werden sie von einer Gruppe aus Lehrkräften und Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern, die bei Bedarf auch den Kontakt zu Universitäten oder
Unternehmen herstellen.
Die Projektarbeit steht in der Regel ab 15 Jahren offen. Voraussetzung sind
Interesse, Neugier und die Bereitschaft, selbstständig zu arbeiten. Die meisten
Projekte laufen über ein Schuljahr und werden als Wettbewerbsbeitrag bei „Jugend
forscht“ eingereicht. Daneben ist die Teilnahme an internationalen Wettbewerben
wie ICYS, IYPT, IPhO oder QUANTA möglich. In Absprache mit der Schule kann eine
Arbeit auch als Seminararbeit fürs Abitur eingereicht werden.
Kurse ab zehn Jahren
In den letzten Jahren wurde der Fachbereich um Kurse erweitert. Dort können sich
Schülerinnen und Schüler ab zehn Jahren mit naturwissenschaftlichen
Fragestellungen befassen, ohne eine Wettbewerbsteilnahme anzustreben.
Die beiden stærnwarten
An der stærnwarte der Dieter-Kaltenbach-Stiftung lernen Schülerinnen und
Schüler in Kursen den selbstständigen Umgang mit mobilen Teleskopen: fünf
Schmidt-Cassegrain-Teleskope mit acht Zoll Öffnung stehen dafür auf
AVX-GoTo-Montierungen bereit.
Die stærnwarte in Gersbach liegt rund 20 Kilometer von Lörrach entfernt an
einem der dunkelsten Orte des Südschwarzwaldes. Die Rolldachhütte beherbergt ein
Spiegelteleskop (Planewave CDK, 17 Zoll) und einen parallel montierten Refraktor
(TEC-APO, 140 mm) auf einer 10Micron-Montierung, dazu einen Spektrographen für
spektroskopische Fragestellungen. Dort entstehen Projekt- und Wettbewerbsarbeiten
zu anspruchsvollen astrophysikalischen Themen.